Anlaufstelle Familienhaus

Sich um bedürftige Kinder zu kümmern, das habe für die Berliner Rotkreuzschwestern eine lange Tradition, meinte Oberin Doreen Fuhr bei der Eröffnung des "Familienhaus Spandau“. „Denn damit waren wir bereits vor fast anderthalb Jahrhunderten innovativ. Und diese Tradition lebt in diesem Modellprojekt fort.“

Im Familienhaus Spandau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der DRK Kliniken Berlin Westend finden Kinder und Jugendliche aus Spandau mit psychosozialer und emotionaler Schwierigkeit eine wohnortnahe, interdisziplinäre Anlaufstelle. Sowohl in der Tagesklinik als auch in der Institutsambulanz wird Wert gelegt auf eine enge Verzahnung mit Familie, Schule, niedergelassenen Ärzten sowie der Jugendhilfe.

Bezirksbürgermeister Frank Bewig zeigte sich von den umgebauten Räumlichkeiten begeistert: „Ein Paket mit vielen Partnern: Das ergänzt die Strukturen in Spandau in besonderer Weise – in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe, dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst im Gesundheitsamt, Schulen und anderen Kooperationspartnern. Ich freue mich sehr, dass ich die Entwicklung von der ersten Idee bis zur Eröffnung begleiten durfte.“

Die Vorstandsvorsitzende der DRK-Schwesternschaft Berlin betonte, wie dankbar sie dem Zentrum für Schulische und Psychosoziale Rehabilitation sei, das die schulische Betreuung der Kinder sicherstellt. „So können sie – oft zum ersten Mal überhaupt – positive Lernerfahrungen sammeln“.

Auf eine weitere Besonderheit wies der Leitende Arzt der Einrichtung, Dr. Ingo Vogl, hin: „In den nächsten Wochen werden wir mit der stationsäquivalenten Betreuung beginnen. Dieses Angebot richtet sich an Betroffene, die wegen ihrer psychischen Problemlagen die Wohnung nicht mehr verlassen und isoliert sind. Mit der besonderen Behandlung wollen wir auch diese Kinder und Jugendliche erreichen und langfristig eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.“

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