Die ersten Bildungstage mit den Freiwilligen im neuen Jahr standen – wie bereits im vergangenen Jahr – im Zeichen von Selbstfürsorge und Gesundheit. Ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm erwartete die Teilnehmenden.
Aus verschiedenen Blickwinkeln war der Besuch der Körperwelten Berlin spannend für die Freiwilligen. Vor allem die am medizinischen Bereich Interessierten erhielten hier einen eindrucksvollen und detailgetreuen Einblick in Muskeln, Knochen, Sehnen, Nerven, Blutgefäße und Organe. Das faszinierende Wunderwerk „Menschlicher Körper“ wurde dabei ebenso in seinen Potenzialen wie auch in seiner Zerbrechlichkeit erlebbar.
Ergänzend dazu konnten erneut Ronny Braatz und Mathias Lemke vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement als Referenten für Resilienz und Deeskalation gewonnen werden. In ihren Workshops setzten sich die Freiwilligen mit Konfliktsituationen im Klinikalltag auseinander, erprobten Perspektivwechsel anhand von Alltagsbeispielen und erweiterten so ihre Kommunikationskompetenzen. Darüber hinaus erhielten sie wertvolle Impulse, wie sie ihre psychische Widerstandskraft stärken und neue Lösungsansätze für berufliche wie private Herausforderungen entwickeln können.
Auf Wunsch der Freiwilligen war auch an diesen Bildungstage Andrea Jahnke, Abteilungsleitung der DRK Kliniken Berlin Mitte, zu Gast. In einem offenen Austausch zum Thema sexuelle Belästigung im Klinikalltag vermittelte sie den jungen Menschen wichtiges Handwerkszeug für den Umgang mit sensiblen Situationen.
Im Rahmen einer gemeinsamen „Zeitreise“ nahmen sich die Freiwilligen an einem weiteren Bildungstag bewusst Raum und Zeit, um ihr FSJ zu reflektieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungswege zu entwickeln. Mit Kreativität, Engagement und Spaß gestalteten sie anschließend die Planung der gemeinsamen Seminarfahrt im April – zahlreiche Ideen lassen bereits jetzt Vorfreude auf eine erlebnisreiche Fahrt aufkommen.
Da ein FSJ auch irgendwann endet, war es wichtig, den Freiwilligen Perspektiven für die Zeit danach aufzuzeigen. Lehrkräfte des biz Bildungszentrum für Pflegeberufe stellten verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten vor, während Juliane Winkler (Leitung Pflegeentwicklung) über Studienmöglichkeiten im Gesundheitswesen informierte. Besonders bereichernd war der Beitrag von drei ehemaligen Freiwilligen River, Miriam und Gloria, die von ihrem ganz persönlichen und authentischen Weg in die Pflege- und OTA-Ausbildung berichtet haben. Auch der spontane Gastbeitrag von Jennifer Mützelburg, einer Advanced Practice Nurse in den DRK Kliniken Berlin Westend, die ihren individuellen beruflichen Werdegang vorstellte, stieß auf großes Interesse. Einige Freiwillige konnten so neue Ideen für ihren persönlichen Weg nach dem FSJ gewinnen.
Ein Highlight dieser Jahresauftakt-Bildungswoche war das Gespräch zwischen Oberin Doreen Fuhr und den FSJlerinnen und FSJlern. Sie erhielten Einblicke in die Geschichte und die Besonderheiten der DRK-Schwesternschaft Berlin und konnten ihre Fragen direkt stellen: Wer kann Mitglied werden? Wie bringt man sich aktiv ein? Und welche Aufgaben übernimmt eigentlich eine Oberin? Mit viel Offenheit nahm sich Oberin Doreen Fuhr Zeit für den Austausch und brachte den Freiwilligen die DRK-Schwesternschaft Berlin ein großes Stück näher.



